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"Man merkt schon gar nicht mehr, wer von welcher Schule kommt." (Christoph von der Realschule) "Die Kommunikation unter den Schülern ist viel besser geworden. Dadurch sind schon viele Vorurteile abgebaut worden." (Jana von der Hauptschule) "Ich habe mit Real- und Hauptschülern an einem Mofakurs teilgenommen. Das hat riesigen Spaß gemacht." (Xenia vom Gymnasium) Drei
Aussagen von Schülern, zu hören in einem Bericht des lokalen
Rundfunksenders "Radio Kiepenkerl" - drei Aussagen, die die Inhalte
eines besonderen Projektes beschreiben.
Um eine Zusammenarbeit
der drei weiterführenden Schulen Nottulns in Gang zu setzen wurde im
Oktober 2001 auf einem SV-Seminar unseres Gymnasiums in Gummersbach die
Idee des "Schulklima-Projektes" geboren. In erster Linie sollte durch
gemeinsame Aktivitäten das Verständnis der Schüler der drei Schulformen
untereinander verbessert und Vorurteile und Rivalitäten abgebaut werden.
Von den drei Schulleiter/innen wurde sofort großes Interesse und eine
breite Unterstützung signalisiert, so dass die erste gemeinsame Sitzung
am 06.12.2001 stattfinden konnte. Neben den Schülersprecher/innen,
SV-Verbindungslehrer/innen und dem Initiator Helmut Martin treffen sich
seitdem in regelmäßigen Abständen auch an diesem Projekt interessierte
Schüler, die häufig mit organisatorischen Aufgaben beauftragt werden. Am
14.12.2005 traf sich die Gruppe bereits zum 19. Mal. Was in den
vergangenen vier Jahren geleistet wurde, kann sich wahrlich sehen
lassen. Auf verschiedenen Ebenen finden eine Reihe von Aktivitäten
statt. So können SchülerInnen der Jgst. 10 der Realschule einen
Englisch-Angleichkurs an unserer Schule besuchen und einen Tag lang,
begleitet und betreut von Schüler/innen der Jgst. 11, das Gymnasium "beschnuppern" und dabei den Unterricht im Kurssystem kennen lernen.
Nicht nur bei zwei gemeinsamen Tanzkursen sondern auch bei einer Party
der Jgst. 7 wurde kräftig das Tanzbein geschwungen. Auf der SV-Ebene
wurden zwei Nachmittage mit dem Inhalt "Patenarbeit" durchgeführt und
ein "Tag der Konfliktbewältigung", organisiert und durchgeführt von
SV-Lehrerinnen der Haupt- und Realschule fand besonders zahlreichen
Zuspruch. Mit großem Interesse wurden auch die verschiedenen
Arbeitsgemeinschaften (Erwerb des Mofa-Führerscheines in der
Hauptschule, Schach in der Realschule, Tischtennis in der Halle des
Gymnasiums, geleitet von zwei Realschülern!!) angenommen. Besondere
Highlights sind immer die Sportturniere (Fußballturniere der
verschiedenen Jahrgangsstufen, aber auch das Volleyballturnier der
Lehrer). Gerade das Verhältnis der Lehrer untereinander hat sich
deutlich verbessert. Nicht nur die Sportlehrer mit bereits vier
schulübergreifenden Fortbildungen, sondern auch die Englischlehrer haben
sich mehrfach zu zwanglosen Informationsaustauschen bei Kaffee und
Kuchen getroffen. Weitere Veranstaltungen wie die Aufführung eines
Theaterstückes im Forum des Gymnasiums für alle Schüler der Jgst. 5 und
6, eine Kinonachmittag und ein gemeinsames Klettern an der Kletterwand
in Bösensell fanden großen Zuspruch. Die Liste unserer gemeinsamen
Aktionen soll in der Zukunft natürlich verlängert werden. So sollen
unter anderem ein Technik Wettbewerb (tech-No) und weitere Sportturniere
durchgeführt werden. Vielleicht gelingt es uns auch einmal, eine
geplante Lehrerparty zu verwirklichen. Das gesamte Projekt erfordert
großes Engagement und großen zeitlichen Aufwand aller Beteiligten, doch
die Erfolge geben uns Recht. Mit Hilfe der Schulleitungen, der Gemeinde
und der Presse ist es sicherlich bereits gelungen, das Verhältnis der
Nottulner Schulen untereinander deutlich zu verbessern. Vielleicht
gelingt es uns, dass die "dummen Sprüche" über Schüler der anderen
Schulen aufhören, "zumindest sind sie schon viel weniger geworden".
(Christoph - Realschule)
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