Chemie
Das Fach Chemie wird in der Sekundarstufe I in den Klassen 7,8 und 9 mit jeweils zwei Wochenstunden unterrichtet.
In der Einführungsphase und Qualifikationsphase wird immer mindestens ein Grundkurs mit drei Wochenstunden angeboten.
Ein Leistungskurs wird bei ausreichender Anzahl interessierter Schüler und Schülerinnen eingerichtet. In den Abiturjahrgängen 2006, 2008, 2011 und 2013 wurden jeweils der Leistungskurs gewählt.
Exkursion zum Schülerlabor in Dortmund am 16. Januar 2012
„Raus aus der Schule – rein ins Labor!“
Exkursion zum DLR_School_Lab der TU Dortmund
Wir – das ist der 14-köpfige Chemie-LK des Doppeljahrgangs 11/12 – besuchten am Montag, den 16.01.12, im Rahmen einer Unterrichtsexkursion zusammen mit den Fachlehrerinnen Anke Heiduschka und Elisabeth Klein das DLR_School_Lab (Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt) der Technischen Universität Dortmund.
Nachdem wir endlich das gesuchte Gebäude auf dem Uni-Campus gefunden hatten, wurden wir gegen 9:00 Uhr herzlich von der Leiterin des Schülerlabors Frau Dr. Sylvia Rückheim in Empfang genommen und erhielten sogleich einen Überblick über die TU Dortmund und das DLR.
Aufgeteilt in drei Kleingruppen konnten wir nun ganz nach dem Motto des DLR_School_Lab „Raus aus der Schule – rein ins Labor!“ in drei verschiedenen Stationen zum Thema der Exkursion „Energie und Fahrzeuge der Zukunft“ Experimenten nachgehen:
Welche Werkstoffe eignen sich für ein Fahrzeug?
Welche Eigenschaften braucht ein Werkstoff und wie bestimmt man diese eigentlich?
Diese und weitere Fragestellungen beschäftigten uns an der Station „Werkstoffe“. Von der Leiterin des Labors selbst oder dem georgischen Studenten Aleksandre Piranishvili betreut prüften wir die Werkstoffeigenschaften Härte und Zugfestigkeit von den verschiedenen Werkstoffen Eisen, Messing, Kupfer und Aluminium und brachten dabei so manches zum Reißen.
Um ein Fahrzeug auf die Straße zu bringen, bedarf es aber nicht nur des Gehäuses mit all seinen Ausstattungen:
Denn was nützt ein Lenkrad, wenn das Auto nicht weiß, dass es nach rechts oder links fahren soll?
Und woher weiß es, dass es schneller fahren soll, wenn das Gaspedal betätigt wird?
An der Station „AutoLab“ konnten wir unter Anleitung von Martin Matzat den einzelnen Fahrzeugkomponenten Leben einhauchen. Mit einer Spezialsoftware programmierten wir Lenkrad, Gas- und Bremspedal, Gangwahlschalter, Blinker, Xenon-Scheinwerfer und vieles mehr, solange bis unser gelbes Auto in der Simulation auf der Strecke blieb.
Nach einem guten Mittagessen in der Mensa der TU Dortmund, welches wir aufgrund unseres Ausweises mit der Aufschrift „ForscherIn“ zum günstigen Studententarif bekamen, erwartete uns noch die dritte und damit letzte Station „Brennstoffzellen“.
Denn was nützt uns nun ein programmiertes Fahrzeug, wenn es nicht angetrieben werden kann?
Kann die umweltfreundlichere Brennstoffzelle der Fahrzeugantrieb der Zukunft sein?
Die Studenten Stephanie Breitbarth und Anton Hooge führten uns in die Thematik der Brennstoffzellen ein, ließen uns selbst ein Modell bauen und den Wirkungsgrand bestimmen. Die Inhalte dieser Station stellten den Bezug zu unserem Unterricht dar, der zur Zeit ganz unter der Überschrift „Gewinnung, Speicherung und Nutzung elektrischer Energie in der Chemie“ steht.
Zum Ende hin kamen dann alle für die Abschlussrunde zusammen, um noch offene Fragen zu klären und neben kleinen Präsenten auch persönliche Urkunden entgegen zu nehmen. Gegen 14:15 Uhr traten wir nach einer interessanten und gelungenen Exkursion die Heimreise Richtung Gymnasium Nottuln an.
Sarah Kasnitz und Katharina V. Kronsbein
Besuch des MEET der Uni Münster am 1. Dezember 2011
Das Batterieforschungszentrum MEET (Münster Electrochemical Energy Technology) bietet Schülern die Möglichkeit, Einblick in die neuesten Forschungen der Batterietechnolgie zu nehmen.
Deshalb verlagerte der Leistungskurs Chemie Q1 / 12 seinen Nachmittagsunterricht am Donnerstag, den 1.12.11 an das Forschungszentrum. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler herzlich von Frau Stephanie Kaßing um 14.00 Uhr begrüßt, die sie während ihres Aufenthalts begleitete. Nach einer kurzen Vorstellung des Instituts erhielten die Schülerinnen und Schüler eine interessante und anschauliche Einführung in das Feld der Batterien. Neben historischen Batterien und Akkumulatoren wurden die heutigen kommerziellen Technologien aber auch modernste Entwicklungen vorgestellt. Am MEET wird rund um die Lithium-Ionen-Batterie geforscht, die in künftigen Elektroautos zum Einsatz kommen soll. Die Thematik insgesamt war jedoch den Schülerinnen und Schülern nicht neu, da sie sich zur Zeit im Unterricht mit der "Gewinnung, Speicherung und Nutzung elektrischer Energie in der Chemie" beschäftigen. Zum Abschluss des Vortrages wurde noch eine kurze Übersicht über das Studium der Chemie gegeben.
Anschließend erfolgte die Besichtigung einiger Laborräume. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich so einen kleinen Eindruck über die Ausstattung modernster Forschungslabore verschaffen. Sie durften u.a. eine Batterie zusammenbauen, bei der Herstellung von Elektrodenmaterial zuschauen, die Reaktion von Lithium mit Wasser beobachten und Bilder des Elektronenrastermikroskops bewundern. Zwischendurch beantworteten die jungen Forscherinnen und Forscher des MEET ihre Fragen.
In einer Abschlussrunde wurden noch offene Fragen geklärt, so dass die Leistungsschüler um 16.00 Uhr mit neuen Erkenntnissen nach Hause fahren konnten. Der praktische Bezug und die hohe Aktualität der Unterrichtsinhalte wurden von allen durch diesen Besuch positiv erlebt. Außerdem erhielten einige Teilnehmer einen ersten Einblick in die beruflichen Perspektiven eines Chemikers bzw. einer Chemikerin.
Adresse:
Westfälische Wilhelms-Universität
MEET Batterieforschungszentrum
Institut für Physikalische Chemie
Corrensstraße 46
48149 Münster
www.uni-muenster.de/MEET
Exkursion zum Schülerlabor in Bochum am 14. Juni 2010
Am 14. Juni 2010 nahmen die Schülerinnen und Schüler der Chemiekurse der Jahrgangsstufe 12 an dem Schülerpraktikum "Aspirin, Medizin Deines Lebens" des Alfried-Krupp-Schülerlabors an der Ruhr-Universität Bochum teil. Dort konnten sie einen ganzen Tag lang in Zweiergruppen experimentieren.
Zu Beginn wurde kurz die Erfolgsgeschichte des Aspirins vorgestellt. Anschließend stellten einige Teams den Wirkstoff des Aspirins, die Acetylsalicylsäure, her. Andere Teams beschäftigen sich zeitgleich mit der Hydrolyse der Acetylsalicylsäure, also der Rückführung in ihre Ausgangsstoffe. Nach der Gewinnung der Produkte mussten diese gereinigt und ihre Ausbeute bestimmt werden. Zum Schluss wurde die Reinheit der gewonnenen Produkte mit Hilfe der Dünnschichtchromatografie und der Schmelztemperatur festgestellt.
Betreut wurde das Projekt von Studierenden der Ruhr-Universität Bochum im Fach Chemiedidaktik.
Pressebericht von Yannik Fleer
Chemie-Olympiade
Die Chemie-Olympiade ist ein jährlich bundesweit
angebotener Stufenwettbewerb für Schüler und Schülerinnen unter 20
Jahren, bei dem sich die leistungsstärksten Teilnehmer einer Runde für
die nächst höhere Runde qualifizieren.
Das Ziel der Olympiade ist
es, über vier Runden die deutsche Nationalmannschaft für die
Internationale Chemie-Olympiade auszuwählen und vorzubereiten. Dazu
erhalten die Teilnehmer für die ersten beiden Runden die Aufgabenzettel
mit vier Aufgaben, die sie zu Hause in Ruhe bearbeiten können. Die
Aufgaben haben es aber in sich, so dass selbst ausgebildete Chemiker "ins Schwitzen kommen" können. Von der ersten Runde an gehen die
Aufgabeninhalte weit über die herkömmlichen Unterrichtsinhalte der
Sekundarstufe II hinaus. Die Teilnehmer sind deshalb gezwungen, sich
selbständig Wissen anzueignen. Dafür reichen keine Schullehrbücher,
sondern sie müssen in Chemiefachbüchern aus der Schul-, Stadt- und
Universitätsbibliothek bzw. im Internet recherchieren (empfohlene Bücherliste). Außerdem bietet
die Westfälische Wilhelms-Universität jedes Jahr im Mai Schülervorbereitungsseminare zu den Schwerpunkten "Allgemeine und
Anorganische Chemie", "Organische Chemie" und "Physikalische Chemie" an.
Mit
Peter Boertz (Abiturjahrgang 2006), Sigrid Große Brinkhaus
(Abiturjahrgang 2008) und Frauke Flöter (Abiturjahrgang 2011) waren bereits drei Schüler des Gymnasiums Nottuln
an der Chemie-Olympiade beteiligt und absolvierten zwei der vier Runden.
Als
Anerkennung für ihre guten Leistungen und den großen Arbeitseinsatz
erhielten sie eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme, einen
Buchgutschein und die Möglichkeit, an Exkursionen zu verschiedenen chemischen Großbetrieben teilzunehmen.
Die erfolgreiche Teilnahme an den
ersten beiden Runden ist die Voraussetzung für die Erbringung einer
besonderen Lernleistung im Fach Chemie in der Qualifizierungsphase der
Oberstufe.
Chemieolympiade im Schuljahr 2011/12
Teilnehmer der 1. Runde:
Über 300 Schülerinnen und Schüler aus NRW haben sich an die Aufgaben gewagt. Von unserem Gymnasium waren dies:
Ute Janning (11/Q1)
Sarah Kasnitz (11/Q1)
Katharina Kronsbein (12)
Alexander Schröder (12)
In die 2. Runde haben es die Teilnehmer geschafft, die über 50% (Stufe 13), über 40% (Stufe 12), über 30% (Stufe 11/Q1) und über 20% (EF) der erforderlichen Punkte erreicht haben.
Qualifiziert haben sich:
Sarah Kasnitz (11/Q1)
Katharina Kronsbein (12)
Alexander Schröder (12)
rechnergestützter Messarbeitsplatz
Die Fachschaft Chemie freut sich sehr, dass nun
ein zweiter rechnergestützter Messarbeitsplatz eingerichtet werden
konnte. Mit dem zweiten Universalmessgerät "ALL-CHEM-MISST" (siehe Pressebericht)
und dem angeschlossenen neuen Laptop können im Chemieunterricht
Messdaten verschiedener Größen wie Masse, Temperatur, Stromstärke,
Spannung oder pH-Wert über einen bestimmten Zeitraum aufgenommen,
gespeichert, anschaulich dargestellt und ausgewertet werden. Dies
erleichtert und verkürzt die Arbeit bei aufwendigen Experimenten und
ermöglicht die Einbeziehung einer größeren Zahl von Schülern, vor allem
in der Oberstufe.
Die Anschaffung des Laptops war nur durch eine
Spende der Eheleute Erich und Erika Hausmann, den Großeltern von
Schülern unseres Gymnasiums, möglich.
|
|




















